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Stellungnahme 31.01.08 PDF Drucken E-Mail

Initiative "Keine Taler am Millerntor" zur Stellungnahme des Vereins zum Millerntaler

siehe: http://www.fcstpauli.com/magazin/artikel.php?artikel=2435&type=2&menuid=57&topmenu=112

Die heute veröffentlichte Stellungnahme des Präsidium ist auch nach mehrmaligem Lesen sehr unbefriedigend und erklärt weiterhin nicht aus welchem Grund der Millerntaler als zusätzliches Angebot eingeführt wird.

Die Anmerkung das mehrere Vereine nach einem Stadionumbau ein Karte eingeführt hätten, bedeutet für den FC Sankt Pauli nicht im geringsten ebenso eine solche Karte oder eine Ersatz-währung einzuführen. Vereine wie der Hamburger Sport Verein, der VFB Stuttgart und Werder Bremen haben nach Ihren Stadionneubauten bzw. -umbauten keine Zahlkarten oder andere Ersatzwährungen eingeführt.

Bei der weiteren Begründung das durch die Einführung des Millerntalers der Kauf eines Bieres schneller gehen soll, muss man den Verantwortlichen vorwerfen, die bisherigen Argumente der Gegner dieser Währung entweder nicht gelesen oder nicht verstanden zu haben. Diesen Eindruck verstärkt die Tatsache das auf sämtliche Anfragen und Mitteilungen an den Verein bis zum heut-igen Tage keine dezidierte Erwiderung, geschweige den eine Beantwortung der noch offenen Fragen stattfand.

Die angebliche Optimierung an den bisherigen Verkaufsständen ist den Fans im Bereich der Gegengeraden und der Nordkurve noch nicht aufgefallen. Hier herrschen seit Jahren vor allem in den Halbzeitpausen teils chaotische Zustände und sehr lange Wartezeiten. Dies liegt mitnichten an der Bezahlsituation, sondern hauptsächlich an der nicht optimalen Zapf-Prozedur. Mit zusätzlichen Zapfanlagen und mehr Personal zu den Stoßzeiten wäre das Problem viel schneller zu beheben, als durch eine neue Währung. Es wäre der Sache dienlicher zusätzliche Verkaufsstände zu eröffnen um die Kundenströme zu steuern.

Ebenso können wir den Geschwindigkeitszuwachs der beim Bezahlen mit Millerntalern erzielt werden soll nicht erkennen. Das herausgeben von Wechseltalern soll schneller gehen als das herausgeben von Wechselgeld?!

Auf die Frage wie zukünftige Preiserhöhungen gestaltet werden, wird vom Verein in seiner Stell-ungnahme nicht erklärt. Die Taler haben Werte gestaffelt in 50 EuroCent, Preiserhöhungen sind also nur in diesen Dimensionen machbar oder es müssen Taler mit kleineren Beträgen in Umlauf gebracht werden, was gleichzeitig den angeblichen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Bezahlung mit Euro ad absurdum führt.

Auch das Argument das Gästefans nach Spielschluss genügend Zeit hätten ihre Millerntaler zurück zu tauschen können wir nicht stehen lassen. Oftmals ist die Situation so, das Gästefans durch oder auf Anordnung der Polizei direkt nach Spielschluss aus dem Block zu ihren Bussen oder Bahn geleitet werden oder man muss aufgrund der entsprechenden Verkehrsanbindung zur Rückfahrt das Stadion schnell verlassen. Ein Umtausch ist dann bei geschätzten 1.000 Gästefans nicht möglich und handelbar. Gästefans werden aufgrund dieser zeitlichen Komponente ihre Millerntaler "verfallen" lassen und mit nach Hause nehmen. In diesem Fall generiert der Caterer zusätzliches Geld.

Uns befriedigt diese Stellungnahme in keinster Weise und sie zeigt lediglich das ein Gesamtboykott des Caterers scheinbar die einzige Möglichkeit ist um endlich ein Umdenken in Sachen Millerntaler zu erreichen.

Initiative „Keine Taler am Millerntor!“
www.eure-taler-sind-nicht-unser-bier.de

 
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